
{"id":176,"date":"2020-09-21T14:23:55","date_gmt":"2020-09-21T12:23:55","guid":{"rendered":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/"},"modified":"2025-04-11T09:15:08","modified_gmt":"2025-04-11T07:15:08","slug":"psychokardiologie","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/","title":{"raw":"Psychokardiologie","rendered":"Psychokardiologie"},"content":{"raw":"<h1>Einleitung<\/h1>\r\n<span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\">Die <\/span><\/span><strong><span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\"> Psychokardiologie<\/span><\/span><\/strong><span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\">\u202fist eine Spezialdisziplin, die sich mit den wechselseitigen Zusammenh\u00e4ngen von psychischen Aspekten und Herzerkrankungen besch\u00e4ftigt.<\/span><\/span>\r\n\r\n<strong>Praxisrelevante Hinweise f\u00fcr den kardiologischen Alltag: Wer braucht psychokardiologische Unterst\u00fctzung?<\/strong>\r\n\r\n<span class=\"TextRun SCXW210998318 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW210998318 BCX0\">Eine kardiovaskul\u00e4re Erkrankung stellt ein kritisches Lebensereignis dar. Die Verarbeitung verlangt nach einer psychischen Anpassungsleistung. Es besteht ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine psychische Erkrankung abh\u00e4ngig von der psychosozialen Vorbelastung, Vorerkrankungen und den Ressourcen in der Bew\u00e4ltigung. Die h\u00e4ufigsten Komorbidit\u00e4ten sind Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgest\u00f6rungen, welche mit Pr\u00e4valenzraten von 10-40% auftreten<\/span><\/span><span class=\"TextRun SCXW210998318 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW210998318 BCX0\">. Folgende Screening-Fragen helfen, psychische Beschwerden zu identifizieren und zur Abkl\u00e4rung in die Psychokardiologie zuzuweisen.\u00a0<\/span><\/span>\r\n<h1>Screeningfragen f\u00fcr psychische Komorbidit\u00e4ten<\/h1>\r\n<h2><strong>Angst<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Besteht eine erh\u00f6hte \u00c4ngstlichkeit oder wiederkehrende Panikattacken resp. Notfallaufenthalte ohne neuen Befund?<\/li>\r\n \t<li>Vermeidet der Patient T\u00e4tigkeiten oder Orte aus Angst?<\/li>\r\n \t<li>Zeigt sich ein Sicherheitsverhalten mit h\u00e4ufigen Kontrollen und (digitaler) \u00dcberwachung?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Depression<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Ist eine vorbestehende Depression diagnostiziert oder werden depressive Symptome berichtet?<\/li>\r\n \t<li>Werden folgende beiden Fragen mit \u00abJa\u00bb beantwortet:\r\n<em>1.\u00a0 F\u00fchlten Sie sich im letzten Monat h\u00e4ufig niedergeschlagen, traurig, bedr\u00fcckt oder hoffnungslos?\r\n<\/em><em>2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?<\/em><\/li>\r\n \t<li>Bestehen Suizidgedanken?<\/li>\r\n \t<li>Bestehen Schlafst\u00f6rungen, Tagesm\u00fcdigkeit oder Schl\u00e4frigkeit?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Trauma\/Traumafolgest\u00f6rungen<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Leidet der Patient unter Flashbacks (Wiedererleben der Situation)?<\/li>\r\n \t<li>Vermeidet der Patient Situationen, welche ein Wiedererleben ausl\u00f6sen k\u00f6nnen?<\/li>\r\n \t<li>Bestehen eine \u00fcberm\u00e4ssige Anspannung und Schreckhaftigkeit?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<div class=\"textbox shaded\"><span class=\"TextRun SCXW117476580 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW117476580 BCX0\">Ein kardiales Ereignis, aber auch eine Notfallintervention kann traumatisch erlebt werden. Das Trauma per se stellt keine Indikation f\u00fcr eine Psychotherapie dar, sondern wie das Trauma verarbeitet wird und ob sich eine Traumafolgest\u00f6rung manifestiert.<\/span><\/span><span class=\"EOP SCXW117476580 BCX0\" data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/div>\r\n<h1>Therapiem\u00f6glichkeiten<\/h1>\r\nPsychotherapie, Entspannungsgruppen, Biofeedback sowie Psychopharmaka zur Behandlung psychischer St\u00f6rungen.\r\n<div class=\"textbox shaded\"><span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\">Die klinische Indikation f\u00fcr Psychopharmaka soll leitliniengerecht <strong>psychiatrisch<\/strong> gepr\u00fcft werden unter Abw\u00e4gung des kardialen Risikos (insb. <\/span><span class=\"NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW222543609 BCX0\">QTc<\/span><span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\">-Zeit). <span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Inwiefern Antidepressiva, insbesondere SSRIs, das Mortalit\u00e4tsrisiko senken k\u00f6nnen, muss durch weitere Forschung gepr\u00fcft werden. Positive Signale zeigen hierbei Untersuchungen mit Escitalopram, Sertralin und Lithium. Derzeit weisen Sertralin und Escitalopram die g\u00fcnstigsten Interaktionsprofile mit kardiologischen Medikamenten auf. Trotzdem sind regelm\u00e4ssige Blutdruck- und Laborkontrollen durchzuf\u00fchren. Ferner kann unter SSRI, insbesondere in Verbindung mit anderen gerinnungshemmenden Substanzen, eine erh\u00f6hte Blutungszeit auftreten. Trizyklische Antidepressiva sollten aufgrund der kardiotoxischen Wirkung, insbesondere natriumantagonistischer Effekt verbunden mit pl\u00f6tzlichem Herztod<span class=\"ice-ins\" data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"2\" data-username=\"ninaeppinger\" data-userid=\"22\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1679835578718\" data-last-change-time=\"1679835578718\" data-session-id=\"zUxMyMTU\">,<\/span> in der Regel nicht verordnet werden. Bei Fluoxetin ist zu beachten, dass der aktive Metabolit eine Halbwertszeit von 14 Tagen besitzt und so auch nach Absetzen die Gefahr von Interaktionen mit anderen Medikamenten weiterhin besteht. Bei schweren Depressionen mit psychotischen Symptomen sollte eine kombinierte Therapie mit Antidepressivum und Neuroleptikum gut abgewogen und entsprechende Interaktionsprofile mit den kardiologischen <\/span><span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Medikamenten gut gepr\u00fcft werden. Ferner m\u00fcssen Blutdruckschwankungen, insbesondere Hypotonien, die mit Sturzereignissen verbunden sein k\u00f6nnen, beachtet werden. <span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\"><span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Benzodiazepine eignen sich als Notfallmedikation, beinhalten aber ein Abh\u00e4ngigkeitspotential und k\u00f6nnen Angst- und Panikst\u00f6rungen durch Vermeidung aufrechterhalten<\/span><\/span>\u00a0(gem. Hesslinger et al., 2002).<\/span><\/span><\/div>\r\n<h1>Sekund\u00e4re Pr\u00e4vention<\/h1>\r\n<span class=\"TextRun SCXW179999904 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW179999904 BCX0\">Im Sinne der Sekund\u00e4rpr\u00e4vention vor einem erneuten kardialen Ereignis sind untenstehende psychosoziale Risikofaktoren und Ressourcen evident. Bestehen Defizite, kann im Rahmen der Psychotherapie der Motivationsaufbau sowie auch die Verhaltens\u00e4nderung unterst\u00fctzt werden<\/span><\/span><span class=\"TextRun SCXW179999904 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW179999904 BCX0\">.\u00a0<\/span><\/span>\r\n<h2><strong>Stress und Belastung<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Berichtet der Patient von einer subjektiv wahrgenommenen erh\u00f6hten Belastung, insbesondere von chronischer Belastung, dauerhafter H\u00f6chstleistung, Konflikte (beruflich\/privat)?<\/li>\r\n \t<li>Fehlen protektive Faktoren (Freizeit, Beziehungen etc.)?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Vitale Ersch\u00f6pfung<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li><span class=\"TextRun SCXW213371875 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun CommentHighlightRest SCXW213371875 BCX0\">Berichtet der Patient oder Hausarzt von vorbestehenden (meist 6 Monate vor Eintritt eines Infarkts) Symptomen einer schweren Ersch\u00f6pfung und\/oder depressiven Episoden, die die Betroffenen zu ihrem Arzt f\u00fchrten?<\/span><\/span><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Krankheitsverarbeitung und Coping-Strategien<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Ist der Patient gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen durch das kardiale Ereignis negativ eingestellt (Medikamenten-Einnahme, Rauchstopp, Rehabilitation etc.)?<\/li>\r\n \t<li>Entsteht der Eindruck, der Patient wird die Empfehlungen der \u00c4rzte nicht umsetzen?<\/li>\r\n \t<li>M\u00f6chte der Patient zu viel auf einmal ver\u00e4ndern und besteht die Gefahr der \u00dcberbelastung?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li>Fehlen dem Patienten realistische, gestaffelte Ziele zur Verarbeitung?<\/li>\r\n \t<li>Sind allgemein mangelnde Ressourcen (Arbeitsplatz, Familie, Freunde, Finanzen, Sprache) wahrnehmbar?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Schichtzugeh\u00f6rigkeit<\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Kommt der Patient aus einer niedrigen sozialen Schicht? Besteht eine schlechte Schulbildung, keine\/schlechte Berufsausbildung, wenig Einkommen oder soziale Unterst\u00fctzung?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p class=\"textbox shaded\"><span class=\"TextRun SCXW116748548 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW116748548 BCX0\">Je niedriger die soziale Schicht, desto gr\u00f6sser ist die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung wie auch einer psychischen Erkrankung. Dieser Zusammenhang gilt unabh\u00e4ngig von einem Lebensstil, der h\u00e4ufig mit einem niederen sozio\u00f6konomischen Status assoziiert ist (Rauchen, ungesundere Ern\u00e4hrung, weniger Bewegung). Ein psychosoziales Helfernetz ist besonders in dieser Schicht wichtig, z.B. durch Einbezug des Sozialdienstes.\u00a0<\/span><\/span><span class=\"EOP SCXW116748548 BCX0\" data-ccp-props=\"{&quot;134233118&quot;:false,&quot;335559739&quot;:0}\">\u00a0<\/span><\/p>\r\n\r\n<h1>Quellen\/Links<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li>He\u00dflinger, B. et al. Komorbidit\u00e4t von depressiven St\u00f6rungen und kardiovaskul\u00e4ren Erkrankungen Implikationen f\u00fcr Diagnostik, Pharmako- und Psychotherapie. Nervenarzt 73, 205\u2013218 (2002).\r\n<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s001150101168\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s001150101168<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n\r\nRahel Altwegg\r\nStefan Brokatzky","rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title ez-toc-toggle\" style=\"cursor:pointer\">Kapitelinhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Einleitung\" >Einleitung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Screeningfragen_fuer_psychische_Komorbiditaeten\" >Screeningfragen f\u00fcr psychische Komorbidit\u00e4ten<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Angst\" >Angst<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Depression\" >Depression<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#TraumaTraumafolgestoerungen\" >Trauma\/Traumafolgest\u00f6rungen<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Therapiemoeglichkeiten\" >Therapiem\u00f6glichkeiten<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Sekundaere_Praevention\" >Sekund\u00e4re Pr\u00e4vention<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Stress_und_Belastung\" >Stress und Belastung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Vitale_Erschoepfung\" >Vitale Ersch\u00f6pfung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-10\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Krankheitsverarbeitung_und_Coping-Strategien\" >Krankheitsverarbeitung und Coping-Strategien<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-11\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#Schichtzugehoerigkeit\" >Schichtzugeh\u00f6rigkeit<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-12\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/psychokardiologie\/#QuellenLinks\" >Quellen\/Links<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Einleitung\"><\/span>Einleitung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p><span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\">Die <\/span><\/span><strong><span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\"> Psychokardiologie<\/span><\/span><\/strong><span class=\"TextRun SCXW37591929 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW37591929 BCX0\">\u202fist eine Spezialdisziplin, die sich mit den wechselseitigen Zusammenh\u00e4ngen von psychischen Aspekten und Herzerkrankungen besch\u00e4ftigt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Praxisrelevante Hinweise f\u00fcr den kardiologischen Alltag: Wer braucht psychokardiologische Unterst\u00fctzung?<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"TextRun SCXW210998318 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW210998318 BCX0\">Eine kardiovaskul\u00e4re Erkrankung stellt ein kritisches Lebensereignis dar. Die Verarbeitung verlangt nach einer psychischen Anpassungsleistung. Es besteht ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine psychische Erkrankung abh\u00e4ngig von der psychosozialen Vorbelastung, Vorerkrankungen und den Ressourcen in der Bew\u00e4ltigung. Die h\u00e4ufigsten Komorbidit\u00e4ten sind Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgest\u00f6rungen, welche mit Pr\u00e4valenzraten von 10-40% auftreten<\/span><\/span><span class=\"TextRun SCXW210998318 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun SCXW210998318 BCX0\">. Folgende Screening-Fragen helfen, psychische Beschwerden zu identifizieren und zur Abkl\u00e4rung in die Psychokardiologie zuzuweisen.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Screeningfragen_fuer_psychische_Komorbiditaeten\"><\/span>Screeningfragen f\u00fcr psychische Komorbidit\u00e4ten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Angst\"><\/span><strong>Angst<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Besteht eine erh\u00f6hte \u00c4ngstlichkeit oder wiederkehrende Panikattacken resp. Notfallaufenthalte ohne neuen Befund?<\/li>\n<li>Vermeidet der Patient T\u00e4tigkeiten oder Orte aus Angst?<\/li>\n<li>Zeigt sich ein Sicherheitsverhalten mit h\u00e4ufigen Kontrollen und (digitaler) \u00dcberwachung?<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Depression\"><\/span><strong>Depression<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Ist eine vorbestehende Depression diagnostiziert oder werden depressive Symptome berichtet?<\/li>\n<li>Werden folgende beiden Fragen mit \u00abJa\u00bb beantwortet:<br \/>\n<em>1.\u00a0 F\u00fchlten Sie sich im letzten Monat h\u00e4ufig niedergeschlagen, traurig, bedr\u00fcckt oder hoffnungslos?<br \/>\n<\/em><em>2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?<\/em><\/li>\n<li>Bestehen Suizidgedanken?<\/li>\n<li>Bestehen Schlafst\u00f6rungen, Tagesm\u00fcdigkeit oder Schl\u00e4frigkeit?<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"TraumaTraumafolgestoerungen\"><\/span><strong>Trauma\/Traumafolgest\u00f6rungen<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Leidet der Patient unter Flashbacks (Wiedererleben der Situation)?<\/li>\n<li>Vermeidet der Patient Situationen, welche ein Wiedererleben ausl\u00f6sen k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>Bestehen eine \u00fcberm\u00e4ssige Anspannung und Schreckhaftigkeit?<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"textbox shaded\"><span class=\"TextRun SCXW117476580 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW117476580 BCX0\">Ein kardiales Ereignis, aber auch eine Notfallintervention kann traumatisch erlebt werden. Das Trauma per se stellt keine Indikation f\u00fcr eine Psychotherapie dar, sondern wie das Trauma verarbeitet wird und ob sich eine Traumafolgest\u00f6rung manifestiert.<\/span><\/span><span class=\"EOP SCXW117476580 BCX0\" data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/div>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Therapiemoeglichkeiten\"><\/span>Therapiem\u00f6glichkeiten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Psychotherapie, Entspannungsgruppen, Biofeedback sowie Psychopharmaka zur Behandlung psychischer St\u00f6rungen.<\/p>\n<div class=\"textbox shaded\"><span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\">Die klinische Indikation f\u00fcr Psychopharmaka soll leitliniengerecht <strong>psychiatrisch<\/strong> gepr\u00fcft werden unter Abw\u00e4gung des kardialen Risikos (insb. <\/span><span class=\"NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW222543609 BCX0\">QTc<\/span><span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\">-Zeit). <span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Inwiefern Antidepressiva, insbesondere SSRIs, das Mortalit\u00e4tsrisiko senken k\u00f6nnen, muss durch weitere Forschung gepr\u00fcft werden. Positive Signale zeigen hierbei Untersuchungen mit Escitalopram, Sertralin und Lithium. Derzeit weisen Sertralin und Escitalopram die g\u00fcnstigsten Interaktionsprofile mit kardiologischen Medikamenten auf. Trotzdem sind regelm\u00e4ssige Blutdruck- und Laborkontrollen durchzuf\u00fchren. Ferner kann unter SSRI, insbesondere in Verbindung mit anderen gerinnungshemmenden Substanzen, eine erh\u00f6hte Blutungszeit auftreten. Trizyklische Antidepressiva sollten aufgrund der kardiotoxischen Wirkung, insbesondere natriumantagonistischer Effekt verbunden mit pl\u00f6tzlichem Herztod<span class=\"ice-ins\" data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"2\" data-username=\"ninaeppinger\" data-userid=\"22\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1679835578718\" data-last-change-time=\"1679835578718\" data-session-id=\"zUxMyMTU\">,<\/span> in der Regel nicht verordnet werden. Bei Fluoxetin ist zu beachten, dass der aktive Metabolit eine Halbwertszeit von 14 Tagen besitzt und so auch nach Absetzen die Gefahr von Interaktionen mit anderen Medikamenten weiterhin besteht. Bei schweren Depressionen mit psychotischen Symptomen sollte eine kombinierte Therapie mit Antidepressivum und Neuroleptikum gut abgewogen und entsprechende Interaktionsprofile mit den kardiologischen <\/span><span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Medikamenten gut gepr\u00fcft werden. Ferner m\u00fcssen Blutdruckschwankungen, insbesondere Hypotonien, die mit Sturzereignissen verbunden sein k\u00f6nnen, beachtet werden. <span class=\"NormalTextRun SCXW222543609 BCX0\"><span class=\"NormalTextRun SCXW124376138 BCX0\">Benzodiazepine eignen sich als Notfallmedikation, beinhalten aber ein Abh\u00e4ngigkeitspotential und k\u00f6nnen Angst- und Panikst\u00f6rungen durch Vermeidung aufrechterhalten<\/span><\/span>\u00a0(gem. Hesslinger et al., 2002).<\/span><\/span><\/div>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Sekundaere_Praevention\"><\/span>Sekund\u00e4re Pr\u00e4vention<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p><span class=\"TextRun SCXW179999904 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW179999904 BCX0\">Im Sinne der Sekund\u00e4rpr\u00e4vention vor einem erneuten kardialen Ereignis sind untenstehende psychosoziale Risikofaktoren und Ressourcen evident. Bestehen Defizite, kann im Rahmen der Psychotherapie der Motivationsaufbau sowie auch die Verhaltens\u00e4nderung unterst\u00fctzt werden<\/span><\/span><span class=\"TextRun SCXW179999904 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW179999904 BCX0\">.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Stress_und_Belastung\"><\/span><strong>Stress und Belastung<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Berichtet der Patient von einer subjektiv wahrgenommenen erh\u00f6hten Belastung, insbesondere von chronischer Belastung, dauerhafter H\u00f6chstleistung, Konflikte (beruflich\/privat)?<\/li>\n<li>Fehlen protektive Faktoren (Freizeit, Beziehungen etc.)?<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Vitale_Erschoepfung\"><\/span><strong>Vitale Ersch\u00f6pfung<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><span class=\"TextRun SCXW213371875 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun CommentHighlightRest SCXW213371875 BCX0\">Berichtet der Patient oder Hausarzt von vorbestehenden (meist 6 Monate vor Eintritt eines Infarkts) Symptomen einer schweren Ersch\u00f6pfung und\/oder depressiven Episoden, die die Betroffenen zu ihrem Arzt f\u00fchrten?<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Krankheitsverarbeitung_und_Coping-Strategien\"><\/span><strong>Krankheitsverarbeitung und Coping-Strategien<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Ist der Patient gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen durch das kardiale Ereignis negativ eingestellt (Medikamenten-Einnahme, Rauchstopp, Rehabilitation etc.)?<\/li>\n<li>Entsteht der Eindruck, der Patient wird die Empfehlungen der \u00c4rzte nicht umsetzen?<\/li>\n<li>M\u00f6chte der Patient zu viel auf einmal ver\u00e4ndern und besteht die Gefahr der \u00dcberbelastung?<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<ul>\n<li>Fehlen dem Patienten realistische, gestaffelte Ziele zur Verarbeitung?<\/li>\n<li>Sind allgemein mangelnde Ressourcen (Arbeitsplatz, Familie, Freunde, Finanzen, Sprache) wahrnehmbar?<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Schichtzugehoerigkeit\"><\/span><strong>Schichtzugeh\u00f6rigkeit<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Kommt der Patient aus einer niedrigen sozialen Schicht? Besteht eine schlechte Schulbildung, keine\/schlechte Berufsausbildung, wenig Einkommen oder soziale Unterst\u00fctzung?<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textbox shaded\"><span class=\"TextRun SCXW116748548 BCX0\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW116748548 BCX0\">Je niedriger die soziale Schicht, desto gr\u00f6sser ist die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung wie auch einer psychischen Erkrankung. Dieser Zusammenhang gilt unabh\u00e4ngig von einem Lebensstil, der h\u00e4ufig mit einem niederen sozio\u00f6konomischen Status assoziiert ist (Rauchen, ungesundere Ern\u00e4hrung, weniger Bewegung). Ein psychosoziales Helfernetz ist besonders in dieser Schicht wichtig, z.B. durch Einbezug des Sozialdienstes.\u00a0<\/span><\/span><span class=\"EOP SCXW116748548 BCX0\" data-ccp-props=\"{&quot;134233118&quot;:false,&quot;335559739&quot;:0}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"QuellenLinks\"><\/span>Quellen\/Links<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li>He\u00dflinger, B. et al. Komorbidit\u00e4t von depressiven St\u00f6rungen und kardiovaskul\u00e4ren Erkrankungen Implikationen f\u00fcr Diagnostik, Pharmako- und Psychotherapie. Nervenarzt 73, 205\u2013218 (2002).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s001150101168\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s001150101168<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rahel Altwegg<br \/>\nStefan Brokatzky<\/p>\n","protected":false},"author":1,"menu_order":34,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["autorenteam-kantonsspital-st-gallen"],"pb_section_license":"cc-by"},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[54],"class_list":["post-176","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-autorenteam-kantonsspital-st-gallen","license-cc-by"],"part":20,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1230,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/176\/revisions\/1230"}],"part":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/20"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/176\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=176"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=176"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}