
{"id":133,"date":"2020-09-21T14:22:40","date_gmt":"2020-09-21T12:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/105-revision-v1\/"},"modified":"2025-04-11T09:15:06","modified_gmt":"2025-04-11T07:15:06","slug":"vorhofflimmern","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/","title":{"raw":"Vorhofflimmern","rendered":"Vorhofflimmern"},"content":{"raw":"<h1 id=\"VHFL\">Definition<\/h1>\r\nUnkoordinierte Vorhofserregung mit einer Vorhoffrequenz von 300\u2013600\/min. Das Oberfl\u00e4chen-EKG zeigt eine absolute Arrhythmie und keine eindeutigen P-Wellen mit Andauern &gt;30 Sekunden. P-Wellen bzw. eine scheinbar organisierte Vorhofsaktivit\u00e4t kann bei fibrotisch ver\u00e4nderten Vorh\u00f6fen oder unter antiarrhythmischer Therapie (Amiodaron) erkennbar sein. Diese weisen dann eine andere Morphologie als z.B. bei typischem Vorhofflattern auf.\r\n<h1>Epidemiologie<\/h1>\r\nDie Pr\u00e4valenz von Vorhofflimmern (VHF) liegt bei 1\u20132% der Gesamtbev\u00f6lkerung und ist wesentlich altersabh\u00e4ngig (0.5% bei 40- bis 50-J\u00e4hrigen, 5\u201315% bei \u00fcber 80-J\u00e4hrigen).\r\n<h1>Ursachen<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Akut<\/strong> (meist reversibel): Hyperthyreose, Alkohol, Drogen (Kokain), akute Lungenembolie, Katecholamin getriggert (nach Operationen, bei Infekten), Myokardinfarkt<\/li>\r\n \t<li><strong>Chronisch<\/strong> (h\u00e4ufig irreversibel): langj\u00e4hrige arterielle Hypertonie oder Diabetes, Klappenvitien<\/li>\r\n \t<li><strong>Genetisch<\/strong><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1 id=\"VHFLimKlassefizierung\">Klassifizierung<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li><span class=\"tight\"><strong>Erstdiagnostiziert: <\/strong>Erstmanifestation eines VHF<\/span><\/li>\r\n \t<li><strong>Paroxysmal:<\/strong> selbstlimitierend oder Kardioversion &lt; 7 Tage<\/li>\r\n \t<li><strong>Persistierend:<\/strong> anhaltend &gt; 7 Tage<\/li>\r\n \t<li><strong>Lang anhaltend persistierend:<\/strong> anhaltend &gt; 1 Jahr<\/li>\r\n \t<li><strong>Permanent:<\/strong> keine eigentliche zeitliche Einteilung, sondern entspricht Behandlungsstrategie: VHF wird akzeptiert, keine (weiteren) Versuche einer Rhythmuskontrolle<\/li>\r\n \t<li><strong>Valvul\u00e4r:<\/strong> mittelschwere oder schwere Mitralklappenstenose (siehe <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/valvulaere-herzerkrankungen#VHEMittelklappenstenoseTherapie\">Seite<\/a>), mechanische Klappenprothese (siehe <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/valvulaere-herzerkrankungen#VHEFollowupKlappenerkrankungen\">Seite<\/a>)\r\n<ul>\r\n \t<li>Therapie mit Vitamin K-Antagonist; <strong>NOAK kontraindiziert<\/strong><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Symptom Klassifikation<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>EHRA 1:<\/strong> keine Symptome<\/li>\r\n \t<li><strong>EHRA 2a:<\/strong> milde Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t nicht beeintr\u00e4chtigt)<\/li>\r\n \t<li><strong>EHRA 2b:<\/strong> moderate Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t nicht beeintr\u00e4chtigt, jedoch Patient durch Symptome gest\u00f6rt)<\/li>\r\n \t<li><strong>EHRA 3:<\/strong> schwere Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt)<\/li>\r\n \t<li><strong>EHRA 4:<\/strong> schwerste Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t verunm\u00f6glicht)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Grundlegende Abkl\u00e4rungen<\/h1>\r\n<ul data-flite-list-id=\"flite-list-4584\">\r\n \t<li>Dokumentation Vorhofflimmern mit Ruhe-EKG<\/li>\r\n \t<li>Klinische Untersuchung: kardial kompensiert? H\u00e4modynamisch stabil?<\/li>\r\n \t<li>Labor: Blutbild, Gerinnung, Leber-\/Nierenfunktion, Elektrolyte, TSH<\/li>\r\n \t<li>TTE: strukturelle Herzerkrankung, Kontraindikation NOAK (Mitralstenose)? Volumen linker Vorhof?<\/li>\r\n \t<li>Evtl. Holter-EKG: Frequenzkontrolle? Pausen\/Bradykardien?<\/li>\r\n \t<li>Begleitfaktoren: Aktivit\u00e4t, Alkoholkonsum, Adipositas, Einstellung arterielle Hypertonie, OSAS, Diabetes mellitus<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Die wichtigsten Fragen<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li>Klassifikation: Paroxysmal oder persistierend? Beschwerden?<\/li>\r\n \t<li>Therapiestrategie: Frequenz- oder Rhythmuskontrolle?<\/li>\r\n \t<li>Andauern des VHF? Wenn sicher (m\u00f6glichst dokumentiert) &lt;48h: Elektrische oder medikament\u00f6se Kardioversion nach umgehendem Beginn einer Antikoagulation ohne weitere Abkl\u00e4rung m\u00f6glich. &gt; 48 Std oder unbekannt: Vor Kardioversion TEE\/CT (intrakardiale Thromben?) oder therapeutische Antikoagulation \u00fcber 3 Wochen zwingend.<\/li>\r\n \t<li><span class=\"tight\">Thromboembolieprophylaxe indiziert<\/span>?<span class=\"tight\"> Siehe \u00abIndikation zur oralen Antikoagulation\u00bb <a class=\"pag\" href=\"#Antikoagulation\">Seite<\/a><\/span><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h6>Vorgehen bei Vorhofflimmern auf Notfallstation<\/h6>\r\n<img class=\"alignnone size-full wp-image-1316\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"3000\" \/>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h1>Frequenz- oder Rhythmuskontrolle<\/h1>\r\nAlle grossen klinischen Studien zeigen bisher keinen klaren \u00dcberlebensvorteil einer Rhythmuskontrolle gegen\u00fcber einer Frequenzkontrolle, was durch aktuelle Studien aber zunehmend infrage gestellt wird. Es scheint jedoch, dass die fr\u00fche Rhythmisierung von Patienten mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern in Bezug auf die weitere kardiovaskul\u00e4re Morbidit\u00e4t Vorteile bringt. Zudem sind j\u00fcngere, symptomatische Patienten in allen Studien unterrepr\u00e4sentiert. Eine Rhythmuskontrolle ist f\u00fcr j\u00fcngere oder symptomatische Patienten und f\u00fcr Patienten mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern\u00a0sinnvoll. Bei diffusem Beschwerdebild\/Unklarheit, ob Vorhofflimmern f\u00fcr die Symptome verantwortlich ist \u2192 \u00abVorhofflimmern-Ferien\u00bb siehe n\u00e4chster Abschnitt.\u00a0<del><\/del>\r\n<h1>Klinische Probleme<a id=\"kritischePunkte\"><\/a><\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Symptomkorrelation:<\/strong> Bei paroxysmalem VHF werden h\u00e4ufig Palpitationen bemerkt. Bei persistierendem VHF eher unspezifische Symptome (Leistungsintoleranz, M\u00fcdigkeit). Patienten mit persistierendem VHF haben jedoch auch h\u00e4ufiger extrakardiale (Hypertonie, OSAS) und kardiale Erkrankungen (KHK, hypertensive Herzkrankheit usw.), sodass die klinische Relevanz von insbesondere normokardem VHF unklar ist. In dieser Situation empfehlen sich \u00abVorhofflimmer-Ferien\u00bb<a id=\"Vorhofflimmer-Ferien\"><\/a>: Elektrokonversion, ggf. vorg\u00e4ngig Amiodaron-Therapie (Reduktion Rezidivwahrscheinlichkeit) und Reevaluation der Symptome im Sinusrhythmus (evtl. Ergometrie vor\/nach EKV).<\/li>\r\n \t<li><strong>Tachykardes VHF:<\/strong> kann zu einer linksventrikul\u00e4ren Dysfunktion f\u00fchren.<\/li>\r\n \t<li><strong>Tachykardes VHF mit hypertensiven BD-Werten:<\/strong> im Alter schlecht toleriert; oft Ursache einer akuten Herzinsuffizienz (auch ohne relevante strukt. Herzerkrankung; diastolische Dysfunktion!)<\/li>\r\n \t<li class=\"tippy-51\"><strong>Bradykardes VHF:<\/strong> oft von Schwindel und Synkopen begleitet; Cave: Sonderform des Sick-Sinus-Syndroms: \u00abBrady-Tachy-Syndrom\u00bb bei medikament\u00f6ser Therapie des vermeintlich nur tachykarden VHF (Betablocker-Augentropfen wirken auch systemisch!)<\/li>\r\n \t<li><strong>Postoperativ erstmalig aufgetretenes VHF: <\/strong>Nach Herzchirurgie ist die Wertigkeit einer langfristigen Thromboembolieprophylaxe und\/oder antiarrhythmischen Therapie unklar. Bei VHF nach nicht-herzchirurgischer Operation\u00a0und bei als \u00absekund\u00e4r\u00bb beurteiltem Vorhofflimmern (Fieber, Infekt, akuter Myokardinfarkt, etc.) richtet sich die Indikation zur Thromboembolieprophylaxe aber einzig nach dem CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score und sollte nicht generell vorenthalten werden.<\/li>\r\n \t<li><strong>Asymptomatisches VHF:<\/strong> relativ h\u00e4ufig von TIA und isch\u00e4mischem Hirnschlag begleitet. Cave: nach Pulmonalvenenisolation (PVI) m\u00f6glich (auch bei vormals symptomatischen Patienten) \u2192 Thromboembolieprophylaxe nach PVI in Abh\u00e4ngigkeit des CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Scores weiterf\u00fchren.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Indikation zur oralen Antikoagulation (OAK)<a id=\"Antikoagulation\"><\/a><\/h1>\r\nNach einer Kardioversion ist eine Thromboembolieprophylaxe mit vorzugsweise NOAK oder sekund\u00e4r VKA immer f\u00fcr 4 Wochen (eingeschr\u00e4nkte Vorhofskontraktion: \u00abStunning\u00bb) und nach einer Pulmonalvenenisolation (Endothell\u00e4sionen im linken Vorhof) f\u00fcr 3 Monate indiziert. Die Indikation f\u00fcr eine langfristige Thromboembolieprophylaxe mit vorzugsweise NOAK oder sekund\u00e4r VKA richtet sich nach dem CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score. Aspirin hat in dieser Indikation keinen Stellenwert mehr.\r\n<h6><a id=\"CHA-Score\"><\/a>CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score (max. 9 Punkte, Alter gibt 0, 1 oder 2 Punkte)<\/h6>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr class=\"shaded\">\r\n<td>Risikofaktor<\/td>\r\n<td>Score<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Herzinsuffizienz\/LV-Dysfunktion\r\n\r\nArt. Hypertonie\r\n\r\nAlter \u2265 75 Jahre\r\n\r\nDiabetes mellitus\r\n\r\nStroke\/TIA\/andere Thromboembolie\r\n\r\nGef\u00e4sserkrankung (KHK, PAVK)\r\n\r\nAlter 65\u201374 Jahre\r\n\r\nWeibliches Geschlecht<\/td>\r\n<td>1\r\n\r\n1\r\n\r\n2\r\n\r\n1\r\n\r\n2\r\n\r\n1\r\n\r\n1\r\n\r\n1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Maximaler Score<\/td>\r\n<td>9<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h6>Indikation zur oralen Antikoagulation gem\u00e4ss CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score<\/h6>\r\n<img class=\"alignnone size-full wp-image-1182\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"650\" \/>\r\nBei bestehender Kontraindikation f\u00fcr eine orale Antikoagulation ist eine Evaluation eines interventionellen Vorhofsohrverschlusses sinnvoll.\r\n<h1>Neue orale Antikoagulantien (NOAK)<\/h1>\r\n<h2>Effizienz\/Sicherheit, Indikation<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Mindestens gleich gute Effizienz im Vergleich zu Vitamin K-Antagonisten (VKA) d.h. Phenprocoumon (Marcoumar) bzw. <span data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"18\" data-username=\"nina.eppinger@kssg.ch\" data-userid=\"146\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1613685837195\" data-last-change-time=\"1615478547899\">Acenocoumarol<\/span><span data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"20\" data-username=\"nina.eppinger@kssg.ch\" data-userid=\"146\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1613685848032\" data-last-change-time=\"1669635881883\"> (<\/span>Sintrom)<\/li>\r\n \t<li>Verbesserte Sicherheit: weniger Hirnblutungen, weniger schwere und lebensbedrohliche Blutungen (im Vergleich mit VKA)<\/li>\r\n \t<li>Gleichwertige Indikation (Klasse I) zur Thromboembolieprophylaxe bei VHF-Patienten wie VKA; grunds\u00e4tzlich wird den <strong>NOAKs<\/strong> unter Beachtung der Kontraindikationen (schwere Niereninsuffienz, mechanische Herzklappe, mittel- oder hochgradige Mitralstenose) <strong>der Vorzug gegeben<\/strong><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Zu beachten gilt<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Compliance kann die Wirksamkeit von NOAKs erheblich beeintr\u00e4chtigen (kurze Halbwertszeit, kein Monitorring); aber Compliance auch bei Vitamin K-Antagonisten (VKA) nicht optimal<\/li>\r\n \t<li>Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmern bei Patienten mit Vorhofflimmern nach ACS und\/oder Stenting: Siehe Kapitel \u00abACS\u00bb, Grafik <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/71-autosave-v1\/#ACSManagementPatientenPCI\">Seite<\/a><\/li>\r\n \t<li>Risiko f\u00fcr gastrointestinale Blutungen etwas erh\u00f6ht bei Rivaroxaban 20 mg und Dabigatran 150 mg 2x\/Tag<\/li>\r\n \t<li><span class=\"tight\">Mittelschwere Niereninsuffizienz: regelm\u00e4ssige Kreatininkontrolle n\u00f6tig (Dabigatran h\u00f6chste Kummulationsgefahr da 80% renal eleminiert). Die Dosis gem\u00e4ss Zulassung richtet sich nach der Kreatininclearence und nicht nach der eGFR.<\/span><\/li>\r\n \t<li>Schwere Niereninsuffizienz: kaum Daten (weder f\u00fcr NOAK noch f\u00fcr VKA); Apixaban und Edoxaban whs. die besten Optionen<\/li>\r\n \t<li>Quantifizierung der antikoagulatorischen Effektes (Anti-Faktor-Xa Aktivit\u00e4t) im Notfall (Blutung, Operation) m\u00f6glich, aber nicht generell zur Therapiekontrolle<\/li>\r\n \t<li>Nach bariatrischer Chirurgie wenig Daten hinsichtlich Resorption von NOAK.\u00a0 Prim\u00e4r Verwendung von VKA oder von Apixaban unter Kontrolle der Anti-Faktor-Xa Aktivit\u00e4t<\/li>\r\n \t<li>Therapieoption im Falle einer Blutung siehe \u00abH\u00e4mostasiologische Massnahmen\u00bb <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/behandlungsstandard-intrakranielle-blutung#HaemostasiologischeMassnahmen\">Seite<\/a><\/li>\r\n \t<li>Umstellung VKA auf NOAK: Beginn NOAK sobald INR \u2264 2<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1 id=\"HAS-BLED-Score\">Blutungsrisiko: HAS-BLED Score (untersucht f\u00fcr Blutungsrisiko unter Warfarin)<\/h1>\r\nHAS-BLED Score \u2265 3 = Blutungsrisiko erh\u00f6ht. Patienten sollten, wenn indiziert, dennoch antikoaguliert werden. Im Vordergrund steht eine optimale Kontrolle der modifizierbaren Blutungsrisikofaktoren (unkontrollierte arterielle Hypertonie, unter VKA optimales INR Monitoring oder Wechsel auf NOAK, Verzicht auf NSAR, Reduktion Alkoholkonsum).\r\n<table class=\"flex\" style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\" border=\"0\"><caption>* Chronische Dialyse oder Nierentransplantation oder Serumkreatinin \u2265 200 \u03bcmol\/l\r\n** Chronische hepatische Erkrankung oder biochemische Evidenz einer signifikanten hepatischen St\u00f6rung (z.B. Bilirubin &gt; 2\u00d7 und ASAT\/ALAT &gt; 3\u00d7 Normwert)<\/caption>\r\n<tbody>\r\n<tr class=\"shaded\">\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">Buchstabe<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Klinisches Charakteristikum<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">Punkte<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">H<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Art. Hypertonie<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">A<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Abnorme Nieren*- und Leberfunktion** (je ein Punkt)<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1 oder 2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">S<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Schlaganfall<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">B<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Blutung<\/td>\r\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">L<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Labiler INR<\/td>\r\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">E<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Alter &gt; 65 Jahre<\/td>\r\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.1506%\">D<\/td>\r\n<td style=\"width: 69.7071%\">Drogen und\/oder Alkohol ( je ein Punkt)<\/td>\r\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1 oder 2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 16.1506%\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 69.7071%\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">Max. 9 Punkte<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h1 id=\"Vorgehen\">Vorgehen bei Indikation f\u00fcr Thrombozytenaggregationshemmung und oraler Antikoagulation<\/h1>\r\nBei stabiler KHK (keine Angina pectoris, keine akute Isch\u00e4mie und\/oder Stentimplantation &lt; 12 Monate): OAK (<strong>NOAK<\/strong>, VKA) Monotherapie (siehe auch Kapitel Chronisches Koronarsyndrom <a class=\"pag\" href=\"#Thrombozytenaggregationshemmer\">Seite<\/a>). Nach einem ACS\/PTCA gem\u00e4ss Leitlinien ACS (siehe Grafik <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/71-autosave-v1\/#ACSManagementPatientenPCI\">Seite<\/a>).\r\n<h1><a id=\"Frequenzkontrolle\"><\/a>Medikamente zur Frequenzkontrolle<\/h1>\r\n<h2>Betablocker<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>po: z.B. Bisoprolol (Concor) 5\u201310 mg<\/li>\r\n \t<li>iv: z.B. Metoprolol (Beloc) langsam 1-mg-weise iv, Zieldosis 5 mg iv, dann auf po wechseln; in der Akutsituation Bolus 5 mg langsam iv, repetierbar alle 10 Min. bis max. 15 mg, KI: eingeschr\u00e4nkte LVEF<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Ca-Antagonisten<\/h2>\r\n(Wenn m\u00f6glich immer po, da iv negativ inotrop) Cave: schlechte LVEF\r\n<ul>\r\n \t<li>po: Diltiazem (Dilzem) po 3\u00d7 60 mg\/Tag, sp\u00e4ter bis 2\u00d7 120 mg\/Tag<\/li>\r\n \t<li>iv: falls n\u00f6tig Diltiazem 0.25 mg\/kg Bolus iv, evtl. wiederholen, Dauerinfusion 5\u201315 mg\/Std. (Cave: Herzinsuffizienz)<\/li>\r\n \t<li>Isoptin immer po geben, max. Dosis 480 mg\/Tag<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Digoxin (bei Herzinsuffizienz)<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>(0.25-) 0.5 mg Bolus iv, evtl. wiederholen, maximal 1 mg (in 3 Dosen), dann po weiter (Cave: Hypokali\u00e4mie, Niereninsuffizienz)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1><a id=\"Kardioversion\"><\/a>Kardioversion<\/h1>\r\n<h2><a id=\"ElektrischeKardioversion\"><\/a>Eletrische Kardioversion (EKV)<\/h2>\r\n<ul data-flite-list-id=\"flite-list-5308\">\r\n \t<li>Schnellste und effektivste Konversion des VHF<\/li>\r\n \t<li>Indiziert bei symptomatischen Patienten mit Arrhythmiebeginn &lt; 48 Std. oder suffizienter Antikoagulation \u2265 3 Wochen\/TEE oder h\u00e4modynamischer Instabilit\u00e4t<\/li>\r\n \t<li>EKV (synchronisiert!) in Kurznarkose\/Analgosedation mit 200 J (biphasisch)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Medikament\u00f6se Kardioversion<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Prim\u00e4r oder wenn mit EKV kein Erfolg<\/li>\r\n \t<li>Alle unten angef\u00fchrten Antiarrhythmika k\u00f6nnen bei nicht erfolgreicher EKV angewendet werden. EKV nach aufdosierter Medikamentengabe wiederholen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<table id=\"MedikamentoeseKardioversion\" class=\"flex\" style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr class=\"shaded\">\r\n<td style=\"width: 15.9306%\">Medikamente (Klasse)<\/td>\r\n<td style=\"width: 23.1861%\">Dosis<\/td>\r\n<td style=\"width: 7.41325%\">Erfolg<\/td>\r\n<td style=\"width: 53.3123%\">Kontraindikationen\/Warnhinweise<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 15.9306%\">Amiodaron (Cordarone) (III)<\/td>\r\n<td style=\"width: 23.1861%\">\r\n<ul>\r\n \t<li>150\u2013300 mg \u00fcber 15 Min. iv<\/li>\r\n \t<li>maximal 1200 mg\/24h<\/li>\r\n \t<li>Langsamer Wirkungseintritt, sicher bei eingeschr\u00e4nkter LV-Funktion<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<td style=\"width: 7.41325%\">ca. 70%<\/td>\r\n<td style=\"width: 53.3123%\">\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>KI:<\/strong> SA Block, AV-Block \u2265 II\u00b0 Mobitz<\/li>\r\n \t<li>Bei Dauertherapie und VKA initial INR engmaschig kontrollieren (Interaktion)<\/li>\r\n \t<li>TSH-Kontrollen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 15.9306%\">Flecainid (Tambocor) (Ic)<\/td>\r\n<td style=\"width: 23.1861%\">\r\n<ul>\r\n \t<li>200mg (&lt;70kg) oder 300mg po<\/li>\r\n \t<li>2 mg\/kg iv \u00fcber 10 Min. (max. 150 mg )<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<td style=\"width: 7.41325%\">ca. 80%<\/td>\r\n<td style=\"width: 53.3123%\">\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>KI:<\/strong> KHK, Herzinsuffizienz<\/li>\r\n \t<li>Bei Dauertherapie <strong>immer nur mit Betablocker gemeinsam geben<\/strong> (CAVE Organisation in ein Vorhofflattern mit 1:1 \u00dcberleitung auf den Ventrikel, was h\u00e4modynamisch h\u00e4ufig schlecht vertragen wird bzw. Kammerflimmern induzieren kann)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 15.9306%\">Vernakalant (Brinavess)<\/td>\r\n<td style=\"width: 23.1861%\">\r\n<ul>\r\n \t<li>3 mg\/kg iv \u00fcber 10 Min.<\/li>\r\n \t<li>(2. Dosis nach 15 Min.; 2 mg\/kg)<\/li>\r\n \t<li>max. 5 mg\/kg\/24h<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<td style=\"width: 7.41325%\"><\/td>\r\n<td style=\"width: 53.3123%\">\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>KI:<\/strong> h\u00e4modynamische Instabilit\u00e4t, NYHA III\/IV, ACS, schwere Aortenstenose, BDsys &lt; 100 mmHg, QT &gt; 440 ms, AV-Block \u2265 II (Mobitz)<\/li>\r\n \t<li>Blutdruck und Herzfrequenzabfall, v.a. w\u00e4hrend\/bis 15 Min. nach Infusionsende m\u00f6glich (h\u00e4ufiges BD-Monitoring!): Therapieabbruch unabh\u00e4ngig von Symptomen<\/li>\r\n \t<li>M\u00f6gliche EKG-Ver\u00e4nderungen: Sinus-Bradykardie\/-Pausen, SA-\/AV-\/Schenkel-Blockierungen, QRS-, QT-Intervall Verl\u00e4ngerungen<\/li>\r\n \t<li>Keine Dosisanpassung bei Nieren-\/Leberdysfunktion, \u00e4ltere Patienten<\/li>\r\n \t<li><strong>Rhythmus\u00fcberwachung<\/strong> \u00fcber 2 Std.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h1>Medikamente zur Rhythmuskontrolle<\/h1>\r\n<h2>Keine strukturelle Herzerkrankung<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Betablocker<\/li>\r\n \t<li>Antiarrhythmika:\r\n<ul>\r\n \t<li>Flecainid (Tambocor) 2\u00d7 50\u2013150 mg po <strong>immer mit Betablocker kombinieren <\/strong>(Vorhofflimmern kann durch Flecainid in Vorhofflattern organisieren und 1:1 auf die Ventrikel \u00fcbergeleitet werden, was h\u00e4modynamisch h\u00e4ufig schlecht vertragen wird bzw. Kammerflimmern induzieren kann).<\/li>\r\n \t<li>Dronedarone (Multaq) 2\u00d7 400 mg po. Komplexes Interaktionspotential (NOAK, Digoxin, Calciumantagonisten): Interaktionscheck. KI: k\u00fcrzliche kardiale Dekompensation, NYHA III\/IV, CrCl &lt; 30ml\/min, QTc&gt;500ms<\/li>\r\n \t<li>Sotalol (Sotalex) 2\u00d7 80\u2013160 mg po (Cave: Torsades-de-pointes bei Hypokali\u00e4mie und QTc-Verl\u00e4ngerung, Niereninsuffizienz)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Strukturelle Herzerkrankung<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Antiarrhythmika:\r\n<ul>\r\n \t<li>Amiodaron (Cordarone). Regelm\u00e4ssige Kontrolle der Leber- und Schilddr\u00fcsenwerte, optimaler UV Schutz<\/li>\r\n \t<li>Sotalol (Sotalex) 2\u00d7 80\u2013160 mg po (falls keine Herzinsuffizienz und keine Niereninsuffizienz vorhanden; <span class=\"loose\">Cave: erh\u00f6htes Risiko von Torsades-de-pointes bei Hypokali\u00e4mie und QTc-Verl\u00e4ngerung)<\/span><\/li>\r\n \t<li>Dronedaron (Multaq) 2\u00d7 400 mg po. Komplexes Interaktionspotential (NOAK, Digoxin, Calciumantagonisten): Interaktionscheck. KI: k\u00fcrzliche kardiale Dekompensation, NYHA III\/IV, CrCl &lt; 30ml\/min, QTc &gt; 500ms<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Ablationsbehandlung bei Vorhofflimmern (mit Rhythmologen besprechen)<\/h1>\r\n<h2>Pulmonalvenenisolation (PVI)<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Symptomatisches Vorhofflimmern oder Nebenwirkungen der Antiarrhythmika-Therapie, Tachykardie induzierte Kardiomyopathie, gewisse Patienten mit Herzinsuffizienz<\/li>\r\n \t<li>Grunds\u00e4tzlich bessere Erfolgsrate bei paroxysmalem VHF und je weniger strukturelle Herzerkrankung vorhanden<\/li>\r\n \t<li>Langzeiterfolg etwa 70\u201380%; 20\u201330% der Patienten ben\u00f6tigen aber Zweit- oder Drittinterventionen; Komplikationsrate insgesamt 2\u20133%: Leistenkomplikationen (H\u00e4matom, AV-Fistel, Pseudoaneurysma) 1\u20132%, Perikardtamponade 1-2%, Rest &lt; 1%: TIA\/Insult, Oesophagoatriale Fistel[footnote]Symptome Tage bis Wochen nach PVI: (bedingt durch Luftembolie, Mediastinitis) Fieber, Sepsis, Insult und Schluckbeschwerden. Hohe Letalit\u00e4t daher rasches Handeln: Computertomografie mit oralem und iv Kontrastmittel, KEINE Gastroskopie (Luftembolie!), Involvierung Rhythmologie, Chirurgie und Infektiologie:. N\u00fcchtern lassen, hochdosiert PPI, antibiotische Breitbandtherapie.[\/footnote], Pulmonalvenenstenose[footnote]Symptome oft Monate nach PVI: Dyspnoe, Husten, H\u00e4moptysen, rez. Pulmonale Infekte.[\/footnote]&lt; 0.5%.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>AV-Knoten-Ablation nach vorg\u00e4ngiger Schrittmacherimplantation<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li><span class=\"tight\">Nach Implantation eines Schrittmachers wird der AV-Knoten abladiert. Geeignet f\u00fcr \u00e4ltere <\/span>Patienten<span class=\"tight\"> mit Nebenwirkungen der Antiarrhythmika-Therapie oder mit Tachykardie-Bradykardie-Syndrom (frequenzsenkende Medikamente sollen tachykarde Episoden verhindern, f\u00fchren aber zu Bradykardien und AV-\u00dcberleitungsst\u00f6rungen)<\/span><\/li>\r\n \t<li>Vorteil: Effektive Frequenzkontrolle; Antiarrhythmika k\u00f6nnen abgesetzt werden<\/li>\r\n \t<li>Nachteil: Schrittmacherabh\u00e4ngigkeit, dyssynchrones Pacing im RV, deshalb bei EF &lt; 40% vor Knoten-Ablation CRT-Implantation n\u00f6tig<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Hybridtherapie<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Darunter versteht man eine rechtsatriale Isthmusablation bei Vorhofflattern, wenn Vorhofflimmern unter medikament\u00f6ser Therapie zu einem Vorhofflattern organisiert<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h1>Erhaltung des Sinusrhythmus bei VHF<\/h1>\r\n<img class=\"alignnone wp-image-132 size-full\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"2173\" \/>\r\n<h1>Quellen\/Links<\/h1>\r\n<ul>\r\n \t<li>Hindricks G et al. 2020 ESC Guidelines for the diagnosis and management of atrial fibrillation. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/eurheartj\/ehaa612\">EHJ. 2021 Feb 1;42(5):373-498.<\/a><\/li>\r\n \t<li>Stiell I et al. CAEP Acute Atrial Fibrillation\/Flutter Best Practices Checklist. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s43678-021-00167-y\"><i>CJEM 2018;<\/i><i>20<\/i>(3):334-342<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n\r\nDr. Florian Franzeck, Prof. Dr. Peter Ammann,\r\nDr. David Altmann, Dr. Dr. Roman Brenner, Dr. J\u00f6rg Scheler","rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title ez-toc-toggle\" style=\"cursor:pointer\">Kapitelinhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Definition\" >Definition<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Epidemiologie\" >Epidemiologie<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Ursachen\" >Ursachen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Klassifizierung\" >Klassifizierung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Symptom_Klassifikation\" >Symptom Klassifikation<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Grundlegende_Abklaerungen\" >Grundlegende Abkl\u00e4rungen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Die_wichtigsten_Fragen\" >Die wichtigsten Fragen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Frequenz-_oder_Rhythmuskontrolle\" >Frequenz- oder Rhythmuskontrolle<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Klinische_Probleme\" >Klinische Probleme<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-10\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Indikation_zur_oralen_Antikoagulation_OAK\" >Indikation zur oralen Antikoagulation (OAK)<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-11\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Neue_orale_Antikoagulantien_NOAK\" >Neue orale Antikoagulantien (NOAK)<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-12\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#EffizienzSicherheit_Indikation\" >Effizienz\/Sicherheit, Indikation<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-13\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Zu_beachten_gilt\" >Zu beachten gilt<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-14\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Blutungsrisiko_HAS-BLED_Score_untersucht_fuer_Blutungsrisiko_unter_Warfarin\" >Blutungsrisiko: HAS-BLED Score (untersucht f\u00fcr Blutungsrisiko unter Warfarin)<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-15\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Vorgehen_bei_Indikation_fuer_Thrombozytenaggregationshemmung_und_oraler_Antikoagulation\" >Vorgehen bei Indikation f\u00fcr Thrombozytenaggregationshemmung und oraler Antikoagulation<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-16\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Medikamente_zur_Frequenzkontrolle\" >Medikamente zur Frequenzkontrolle<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-17\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Betablocker\" >Betablocker<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-18\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Ca-Antagonisten\" >Ca-Antagonisten<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-19\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Digoxin_bei_Herzinsuffizienz\" >Digoxin (bei Herzinsuffizienz)<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-20\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Kardioversion\" >Kardioversion<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-21\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Eletrische_Kardioversion_EKV\" >Eletrische Kardioversion (EKV)<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-22\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Medikamentoese_Kardioversion\" >Medikament\u00f6se Kardioversion<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-23\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Medikamente_zur_Rhythmuskontrolle\" >Medikamente zur Rhythmuskontrolle<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-24\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Keine_strukturelle_Herzerkrankung\" >Keine strukturelle Herzerkrankung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-25\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Strukturelle_Herzerkrankung\" >Strukturelle Herzerkrankung<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-26\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Ablationsbehandlung_bei_Vorhofflimmern_mit_Rhythmologen_besprechen\" >Ablationsbehandlung bei Vorhofflimmern (mit Rhythmologen besprechen)<\/a><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-27\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Pulmonalvenenisolation_PVI\" >Pulmonalvenenisolation (PVI)<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-28\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#AV-Knoten-Ablation_nach_vorgaengiger_Schrittmacherimplantation\" >AV-Knoten-Ablation nach vorg\u00e4ngiger Schrittmacherimplantation<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-29\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Hybridtherapie\" >Hybridtherapie<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-30\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#Erhaltung_des_Sinusrhythmus_bei_VHF\" >Erhaltung des Sinusrhythmus bei VHF<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-31\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/vorhofflimmern\/#QuellenLinks\" >Quellen\/Links<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h1 id=\"VHFL\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Definition\"><\/span>Definition<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Unkoordinierte Vorhofserregung mit einer Vorhoffrequenz von 300\u2013600\/min. Das Oberfl\u00e4chen-EKG zeigt eine absolute Arrhythmie und keine eindeutigen P-Wellen mit Andauern &gt;30 Sekunden. P-Wellen bzw. eine scheinbar organisierte Vorhofsaktivit\u00e4t kann bei fibrotisch ver\u00e4nderten Vorh\u00f6fen oder unter antiarrhythmischer Therapie (Amiodaron) erkennbar sein. Diese weisen dann eine andere Morphologie als z.B. bei typischem Vorhofflattern auf.<\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Epidemiologie\"><\/span>Epidemiologie<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Die Pr\u00e4valenz von Vorhofflimmern (VHF) liegt bei 1\u20132% der Gesamtbev\u00f6lkerung und ist wesentlich altersabh\u00e4ngig (0.5% bei 40- bis 50-J\u00e4hrigen, 5\u201315% bei \u00fcber 80-J\u00e4hrigen).<\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ursachen\"><\/span>Ursachen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li><strong>Akut<\/strong> (meist reversibel): Hyperthyreose, Alkohol, Drogen (Kokain), akute Lungenembolie, Katecholamin getriggert (nach Operationen, bei Infekten), Myokardinfarkt<\/li>\n<li><strong>Chronisch<\/strong> (h\u00e4ufig irreversibel): langj\u00e4hrige arterielle Hypertonie oder Diabetes, Klappenvitien<\/li>\n<li><strong>Genetisch<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h1 id=\"VHFLimKlassefizierung\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Klassifizierung\"><\/span>Klassifizierung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li><span class=\"tight\"><strong>Erstdiagnostiziert: <\/strong>Erstmanifestation eines VHF<\/span><\/li>\n<li><strong>Paroxysmal:<\/strong> selbstlimitierend oder Kardioversion &lt; 7 Tage<\/li>\n<li><strong>Persistierend:<\/strong> anhaltend &gt; 7 Tage<\/li>\n<li><strong>Lang anhaltend persistierend:<\/strong> anhaltend &gt; 1 Jahr<\/li>\n<li><strong>Permanent:<\/strong> keine eigentliche zeitliche Einteilung, sondern entspricht Behandlungsstrategie: VHF wird akzeptiert, keine (weiteren) Versuche einer Rhythmuskontrolle<\/li>\n<li><strong>Valvul\u00e4r:<\/strong> mittelschwere oder schwere Mitralklappenstenose (siehe <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/valvulaere-herzerkrankungen#VHEMittelklappenstenoseTherapie\">Seite<\/a>), mechanische Klappenprothese (siehe <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/valvulaere-herzerkrankungen#VHEFollowupKlappenerkrankungen\">Seite<\/a>)\n<ul>\n<li>Therapie mit Vitamin K-Antagonist; <strong>NOAK kontraindiziert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Symptom_Klassifikation\"><\/span>Symptom Klassifikation<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li><strong>EHRA 1:<\/strong> keine Symptome<\/li>\n<li><strong>EHRA 2a:<\/strong> milde Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t nicht beeintr\u00e4chtigt)<\/li>\n<li><strong>EHRA 2b:<\/strong> moderate Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t nicht beeintr\u00e4chtigt, jedoch Patient durch Symptome gest\u00f6rt)<\/li>\n<li><strong>EHRA 3:<\/strong> schwere Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt)<\/li>\n<li><strong>EHRA 4:<\/strong> schwerste Symptome (Alltagsaktivit\u00e4t verunm\u00f6glicht)<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grundlegende_Abklaerungen\"><\/span>Grundlegende Abkl\u00e4rungen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul data-flite-list-id=\"flite-list-4584\">\n<li>Dokumentation Vorhofflimmern mit Ruhe-EKG<\/li>\n<li>Klinische Untersuchung: kardial kompensiert? H\u00e4modynamisch stabil?<\/li>\n<li>Labor: Blutbild, Gerinnung, Leber-\/Nierenfunktion, Elektrolyte, TSH<\/li>\n<li>TTE: strukturelle Herzerkrankung, Kontraindikation NOAK (Mitralstenose)? Volumen linker Vorhof?<\/li>\n<li>Evtl. Holter-EKG: Frequenzkontrolle? Pausen\/Bradykardien?<\/li>\n<li>Begleitfaktoren: Aktivit\u00e4t, Alkoholkonsum, Adipositas, Einstellung arterielle Hypertonie, OSAS, Diabetes mellitus<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_wichtigsten_Fragen\"><\/span>Die wichtigsten Fragen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li>Klassifikation: Paroxysmal oder persistierend? Beschwerden?<\/li>\n<li>Therapiestrategie: Frequenz- oder Rhythmuskontrolle?<\/li>\n<li>Andauern des VHF? Wenn sicher (m\u00f6glichst dokumentiert) &lt;48h: Elektrische oder medikament\u00f6se Kardioversion nach umgehendem Beginn einer Antikoagulation ohne weitere Abkl\u00e4rung m\u00f6glich. &gt; 48 Std oder unbekannt: Vor Kardioversion TEE\/CT (intrakardiale Thromben?) oder therapeutische Antikoagulation \u00fcber 3 Wochen zwingend.<\/li>\n<li><span class=\"tight\">Thromboembolieprophylaxe indiziert<\/span>?<span class=\"tight\"> Siehe \u00abIndikation zur oralen Antikoagulation\u00bb <a class=\"pag\" href=\"#Antikoagulation\">Seite<\/a><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h6>Vorgehen bei Vorhofflimmern auf Notfallstation<\/h6>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1316\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"3000\" srcset=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329.jpg 2031w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-203x300.jpg 203w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-693x1024.jpg 693w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-768x1134.jpg 768w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-1040x1536.jpg 1040w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-1386x2048.jpg 1386w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-65x96.jpg 65w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-225x332.jpg 225w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_generell_erwaegen_20230329-350x517.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 2031px) 100vw, 2031px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Frequenz-_oder_Rhythmuskontrolle\"><\/span>Frequenz- oder Rhythmuskontrolle<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Alle grossen klinischen Studien zeigen bisher keinen klaren \u00dcberlebensvorteil einer Rhythmuskontrolle gegen\u00fcber einer Frequenzkontrolle, was durch aktuelle Studien aber zunehmend infrage gestellt wird. Es scheint jedoch, dass die fr\u00fche Rhythmisierung von Patienten mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern in Bezug auf die weitere kardiovaskul\u00e4re Morbidit\u00e4t Vorteile bringt. Zudem sind j\u00fcngere, symptomatische Patienten in allen Studien unterrepr\u00e4sentiert. Eine Rhythmuskontrolle ist f\u00fcr j\u00fcngere oder symptomatische Patienten und f\u00fcr Patienten mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern\u00a0sinnvoll. Bei diffusem Beschwerdebild\/Unklarheit, ob Vorhofflimmern f\u00fcr die Symptome verantwortlich ist \u2192 \u00abVorhofflimmern-Ferien\u00bb siehe n\u00e4chster Abschnitt.\u00a0<del><\/del><\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Klinische_Probleme\"><\/span>Klinische Probleme<a id=\"kritischePunkte\"><\/a><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li><strong>Symptomkorrelation:<\/strong> Bei paroxysmalem VHF werden h\u00e4ufig Palpitationen bemerkt. Bei persistierendem VHF eher unspezifische Symptome (Leistungsintoleranz, M\u00fcdigkeit). Patienten mit persistierendem VHF haben jedoch auch h\u00e4ufiger extrakardiale (Hypertonie, OSAS) und kardiale Erkrankungen (KHK, hypertensive Herzkrankheit usw.), sodass die klinische Relevanz von insbesondere normokardem VHF unklar ist. In dieser Situation empfehlen sich \u00abVorhofflimmer-Ferien\u00bb<a id=\"Vorhofflimmer-Ferien\"><\/a>: Elektrokonversion, ggf. vorg\u00e4ngig Amiodaron-Therapie (Reduktion Rezidivwahrscheinlichkeit) und Reevaluation der Symptome im Sinusrhythmus (evtl. Ergometrie vor\/nach EKV).<\/li>\n<li><strong>Tachykardes VHF:<\/strong> kann zu einer linksventrikul\u00e4ren Dysfunktion f\u00fchren.<\/li>\n<li><strong>Tachykardes VHF mit hypertensiven BD-Werten:<\/strong> im Alter schlecht toleriert; oft Ursache einer akuten Herzinsuffizienz (auch ohne relevante strukt. Herzerkrankung; diastolische Dysfunktion!)<\/li>\n<li class=\"tippy-51\"><strong>Bradykardes VHF:<\/strong> oft von Schwindel und Synkopen begleitet; Cave: Sonderform des Sick-Sinus-Syndroms: \u00abBrady-Tachy-Syndrom\u00bb bei medikament\u00f6ser Therapie des vermeintlich nur tachykarden VHF (Betablocker-Augentropfen wirken auch systemisch!)<\/li>\n<li><strong>Postoperativ erstmalig aufgetretenes VHF: <\/strong>Nach Herzchirurgie ist die Wertigkeit einer langfristigen Thromboembolieprophylaxe und\/oder antiarrhythmischen Therapie unklar. Bei VHF nach nicht-herzchirurgischer Operation\u00a0und bei als \u00absekund\u00e4r\u00bb beurteiltem Vorhofflimmern (Fieber, Infekt, akuter Myokardinfarkt, etc.) richtet sich die Indikation zur Thromboembolieprophylaxe aber einzig nach dem CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score und sollte nicht generell vorenthalten werden.<\/li>\n<li><strong>Asymptomatisches VHF:<\/strong> relativ h\u00e4ufig von TIA und isch\u00e4mischem Hirnschlag begleitet. Cave: nach Pulmonalvenenisolation (PVI) m\u00f6glich (auch bei vormals symptomatischen Patienten) \u2192 Thromboembolieprophylaxe nach PVI in Abh\u00e4ngigkeit des CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Scores weiterf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Indikation_zur_oralen_Antikoagulation_OAK\"><\/span>Indikation zur oralen Antikoagulation (OAK)<a id=\"Antikoagulation\"><\/a><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Nach einer Kardioversion ist eine Thromboembolieprophylaxe mit vorzugsweise NOAK oder sekund\u00e4r VKA immer f\u00fcr 4 Wochen (eingeschr\u00e4nkte Vorhofskontraktion: \u00abStunning\u00bb) und nach einer Pulmonalvenenisolation (Endothell\u00e4sionen im linken Vorhof) f\u00fcr 3 Monate indiziert. Die Indikation f\u00fcr eine langfristige Thromboembolieprophylaxe mit vorzugsweise NOAK oder sekund\u00e4r VKA richtet sich nach dem CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score. Aspirin hat in dieser Indikation keinen Stellenwert mehr.<\/p>\n<h6><a id=\"CHA-Score\"><\/a>CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score (max. 9 Punkte, Alter gibt 0, 1 oder 2 Punkte)<\/h6>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\">\n<tbody>\n<tr class=\"shaded\">\n<td>Risikofaktor<\/td>\n<td>Score<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Herzinsuffizienz\/LV-Dysfunktion<\/p>\n<p>Art. Hypertonie<\/p>\n<p>Alter \u2265 75 Jahre<\/p>\n<p>Diabetes mellitus<\/p>\n<p>Stroke\/TIA\/andere Thromboembolie<\/p>\n<p>Gef\u00e4sserkrankung (KHK, PAVK)<\/p>\n<p>Alter 65\u201374 Jahre<\/p>\n<p>Weibliches Geschlecht<\/td>\n<td>1<\/p>\n<p>1<\/p>\n<p>2<\/p>\n<p>1<\/p>\n<p>2<\/p>\n<p>1<\/p>\n<p>1<\/p>\n<p>1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Maximaler Score<\/td>\n<td>9<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h6>Indikation zur oralen Antikoagulation gem\u00e4ss CHA<sub>2<\/sub>DS<sub>2<\/sub>-VASc Score<\/h6>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1182\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308.jpg 2031w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-300x96.jpg 300w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-1024x328.jpg 1024w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-768x246.jpg 768w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-1536x492.jpg 1536w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-65x21.jpg 65w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-225x72.jpg 225w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2020\/09\/vorhofflimmern_flussdiagramm_cha2ds2_20230308-350x112.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 2031px) 100vw, 2031px\" \/><br \/>\nBei bestehender Kontraindikation f\u00fcr eine orale Antikoagulation ist eine Evaluation eines interventionellen Vorhofsohrverschlusses sinnvoll.<\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Neue_orale_Antikoagulantien_NOAK\"><\/span>Neue orale Antikoagulantien (NOAK)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"EffizienzSicherheit_Indikation\"><\/span>Effizienz\/Sicherheit, Indikation<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Mindestens gleich gute Effizienz im Vergleich zu Vitamin K-Antagonisten (VKA) d.h. Phenprocoumon (Marcoumar) bzw. <span data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"18\" data-username=\"nina.eppinger@kssg.ch\" data-userid=\"146\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1613685837195\" data-last-change-time=\"1615478547899\">Acenocoumarol<\/span><span data-flite-created=\"1\" data-flite-cid=\"20\" data-username=\"nina.eppinger@kssg.ch\" data-userid=\"146\" data-flite-marked=\"1\" data-changedata=\"\" data-time=\"1613685848032\" data-last-change-time=\"1669635881883\"> (<\/span>Sintrom)<\/li>\n<li>Verbesserte Sicherheit: weniger Hirnblutungen, weniger schwere und lebensbedrohliche Blutungen (im Vergleich mit VKA)<\/li>\n<li>Gleichwertige Indikation (Klasse I) zur Thromboembolieprophylaxe bei VHF-Patienten wie VKA; grunds\u00e4tzlich wird den <strong>NOAKs<\/strong> unter Beachtung der Kontraindikationen (schwere Niereninsuffienz, mechanische Herzklappe, mittel- oder hochgradige Mitralstenose) <strong>der Vorzug gegeben<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Zu_beachten_gilt\"><\/span>Zu beachten gilt<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Compliance kann die Wirksamkeit von NOAKs erheblich beeintr\u00e4chtigen (kurze Halbwertszeit, kein Monitorring); aber Compliance auch bei Vitamin K-Antagonisten (VKA) nicht optimal<\/li>\n<li>Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmern bei Patienten mit Vorhofflimmern nach ACS und\/oder Stenting: Siehe Kapitel \u00abACS\u00bb, Grafik <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/71-autosave-v1\/#ACSManagementPatientenPCI\">Seite<\/a><\/li>\n<li>Risiko f\u00fcr gastrointestinale Blutungen etwas erh\u00f6ht bei Rivaroxaban 20 mg und Dabigatran 150 mg 2x\/Tag<\/li>\n<li><span class=\"tight\">Mittelschwere Niereninsuffizienz: regelm\u00e4ssige Kreatininkontrolle n\u00f6tig (Dabigatran h\u00f6chste Kummulationsgefahr da 80% renal eleminiert). Die Dosis gem\u00e4ss Zulassung richtet sich nach der Kreatininclearence und nicht nach der eGFR.<\/span><\/li>\n<li>Schwere Niereninsuffizienz: kaum Daten (weder f\u00fcr NOAK noch f\u00fcr VKA); Apixaban und Edoxaban whs. die besten Optionen<\/li>\n<li>Quantifizierung der antikoagulatorischen Effektes (Anti-Faktor-Xa Aktivit\u00e4t) im Notfall (Blutung, Operation) m\u00f6glich, aber nicht generell zur Therapiekontrolle<\/li>\n<li>Nach bariatrischer Chirurgie wenig Daten hinsichtlich Resorption von NOAK.\u00a0 Prim\u00e4r Verwendung von VKA oder von Apixaban unter Kontrolle der Anti-Faktor-Xa Aktivit\u00e4t<\/li>\n<li>Therapieoption im Falle einer Blutung siehe \u00abH\u00e4mostasiologische Massnahmen\u00bb <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/behandlungsstandard-intrakranielle-blutung#HaemostasiologischeMassnahmen\">Seite<\/a><\/li>\n<li>Umstellung VKA auf NOAK: Beginn NOAK sobald INR \u2264 2<\/li>\n<\/ul>\n<h1 id=\"HAS-BLED-Score\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Blutungsrisiko_HAS-BLED_Score_untersucht_fuer_Blutungsrisiko_unter_Warfarin\"><\/span>Blutungsrisiko: HAS-BLED Score (untersucht f\u00fcr Blutungsrisiko unter Warfarin)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>HAS-BLED Score \u2265 3 = Blutungsrisiko erh\u00f6ht. Patienten sollten, wenn indiziert, dennoch antikoaguliert werden. Im Vordergrund steht eine optimale Kontrolle der modifizierbaren Blutungsrisikofaktoren (unkontrollierte arterielle Hypertonie, unter VKA optimales INR Monitoring oder Wechsel auf NOAK, Verzicht auf NSAR, Reduktion Alkoholkonsum).<\/p>\n<table class=\"flex\" style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\">\n<caption>* Chronische Dialyse oder Nierentransplantation oder Serumkreatinin \u2265 200 \u03bcmol\/l<br \/>\n** Chronische hepatische Erkrankung oder biochemische Evidenz einer signifikanten hepatischen St\u00f6rung (z.B. Bilirubin &gt; 2\u00d7 und ASAT\/ALAT &gt; 3\u00d7 Normwert)<\/caption>\n<tbody>\n<tr class=\"shaded\">\n<td style=\"width: 16.1506%\">Buchstabe<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Klinisches Charakteristikum<\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">Punkte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">H<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Art. Hypertonie<\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">A<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Abnorme Nieren*- und Leberfunktion** (je ein Punkt)<\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1 oder 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">S<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Schlaganfall<\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">B<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Blutung<\/td>\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">L<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Labiler INR<\/td>\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">E<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Alter &gt; 65 Jahre<\/td>\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.1506%\">D<\/td>\n<td style=\"width: 69.7071%\">Drogen und\/oder Alkohol ( je ein Punkt)<\/td>\n<td style=\"width: 13.9749%;text-align: right\">1 oder 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;width: 16.1506%\"><\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 69.7071%\"><\/td>\n<td style=\"text-align: right;width: 13.9749%\">Max. 9 Punkte<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h1 id=\"Vorgehen\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Vorgehen_bei_Indikation_fuer_Thrombozytenaggregationshemmung_und_oraler_Antikoagulation\"><\/span>Vorgehen bei Indikation f\u00fcr Thrombozytenaggregationshemmung und oraler Antikoagulation<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Bei stabiler KHK (keine Angina pectoris, keine akute Isch\u00e4mie und\/oder Stentimplantation &lt; 12 Monate): OAK (<strong>NOAK<\/strong>, VKA) Monotherapie (siehe auch Kapitel Chronisches Koronarsyndrom <a class=\"pag\" href=\"#Thrombozytenaggregationshemmer\">Seite<\/a>). Nach einem ACS\/PTCA gem\u00e4ss Leitlinien ACS (siehe Grafik <a class=\"pag\" href=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/chapter\/71-autosave-v1\/#ACSManagementPatientenPCI\">Seite<\/a>).<\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Medikamente_zur_Frequenzkontrolle\"><\/span><a id=\"Frequenzkontrolle\"><\/a>Medikamente zur Frequenzkontrolle<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Betablocker\"><\/span>Betablocker<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>po: z.B. Bisoprolol (Concor) 5\u201310 mg<\/li>\n<li>iv: z.B. Metoprolol (Beloc) langsam 1-mg-weise iv, Zieldosis 5 mg iv, dann auf po wechseln; in der Akutsituation Bolus 5 mg langsam iv, repetierbar alle 10 Min. bis max. 15 mg, KI: eingeschr\u00e4nkte LVEF<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ca-Antagonisten\"><\/span>Ca-Antagonisten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>(Wenn m\u00f6glich immer po, da iv negativ inotrop) Cave: schlechte LVEF<\/p>\n<ul>\n<li>po: Diltiazem (Dilzem) po 3\u00d7 60 mg\/Tag, sp\u00e4ter bis 2\u00d7 120 mg\/Tag<\/li>\n<li>iv: falls n\u00f6tig Diltiazem 0.25 mg\/kg Bolus iv, evtl. wiederholen, Dauerinfusion 5\u201315 mg\/Std. (Cave: Herzinsuffizienz)<\/li>\n<li>Isoptin immer po geben, max. Dosis 480 mg\/Tag<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Digoxin_bei_Herzinsuffizienz\"><\/span>Digoxin (bei Herzinsuffizienz)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>(0.25-) 0.5 mg Bolus iv, evtl. wiederholen, maximal 1 mg (in 3 Dosen), dann po weiter (Cave: Hypokali\u00e4mie, Niereninsuffizienz)<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Kardioversion\"><\/span><a id=\"Kardioversion\"><\/a>Kardioversion<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Eletrische_Kardioversion_EKV\"><\/span><a id=\"ElektrischeKardioversion\"><\/a>Eletrische Kardioversion (EKV)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul data-flite-list-id=\"flite-list-5308\">\n<li>Schnellste und effektivste Konversion des VHF<\/li>\n<li>Indiziert bei symptomatischen Patienten mit Arrhythmiebeginn &lt; 48 Std. oder suffizienter Antikoagulation \u2265 3 Wochen\/TEE oder h\u00e4modynamischer Instabilit\u00e4t<\/li>\n<li>EKV (synchronisiert!) in Kurznarkose\/Analgosedation mit 200 J (biphasisch)<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Medikamentoese_Kardioversion\"><\/span>Medikament\u00f6se Kardioversion<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Prim\u00e4r oder wenn mit EKV kein Erfolg<\/li>\n<li>Alle unten angef\u00fchrten Antiarrhythmika k\u00f6nnen bei nicht erfolgreicher EKV angewendet werden. EKV nach aufdosierter Medikamentengabe wiederholen<\/li>\n<\/ul>\n<table id=\"MedikamentoeseKardioversion\" class=\"flex\" style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\">\n<tbody>\n<tr class=\"shaded\">\n<td style=\"width: 15.9306%\">Medikamente (Klasse)<\/td>\n<td style=\"width: 23.1861%\">Dosis<\/td>\n<td style=\"width: 7.41325%\">Erfolg<\/td>\n<td style=\"width: 53.3123%\">Kontraindikationen\/Warnhinweise<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.9306%\">Amiodaron (Cordarone) (III)<\/td>\n<td style=\"width: 23.1861%\">\n<ul>\n<li>150\u2013300 mg \u00fcber 15 Min. iv<\/li>\n<li>maximal 1200 mg\/24h<\/li>\n<li>Langsamer Wirkungseintritt, sicher bei eingeschr\u00e4nkter LV-Funktion<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"width: 7.41325%\">ca. 70%<\/td>\n<td style=\"width: 53.3123%\">\n<ul>\n<li><strong>KI:<\/strong> SA Block, AV-Block \u2265 II\u00b0 Mobitz<\/li>\n<li>Bei Dauertherapie und VKA initial INR engmaschig kontrollieren (Interaktion)<\/li>\n<li>TSH-Kontrollen<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.9306%\">Flecainid (Tambocor) (Ic)<\/td>\n<td style=\"width: 23.1861%\">\n<ul>\n<li>200mg (&lt;70kg) oder 300mg po<\/li>\n<li>2 mg\/kg iv \u00fcber 10 Min. (max. 150 mg )<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"width: 7.41325%\">ca. 80%<\/td>\n<td style=\"width: 53.3123%\">\n<ul>\n<li><strong>KI:<\/strong> KHK, Herzinsuffizienz<\/li>\n<li>Bei Dauertherapie <strong>immer nur mit Betablocker gemeinsam geben<\/strong> (CAVE Organisation in ein Vorhofflattern mit 1:1 \u00dcberleitung auf den Ventrikel, was h\u00e4modynamisch h\u00e4ufig schlecht vertragen wird bzw. Kammerflimmern induzieren kann)<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.9306%\">Vernakalant (Brinavess)<\/td>\n<td style=\"width: 23.1861%\">\n<ul>\n<li>3 mg\/kg iv \u00fcber 10 Min.<\/li>\n<li>(2. Dosis nach 15 Min.; 2 mg\/kg)<\/li>\n<li>max. 5 mg\/kg\/24h<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"width: 7.41325%\"><\/td>\n<td style=\"width: 53.3123%\">\n<ul>\n<li><strong>KI:<\/strong> h\u00e4modynamische Instabilit\u00e4t, NYHA III\/IV, ACS, schwere Aortenstenose, BDsys &lt; 100 mmHg, QT &gt; 440 ms, AV-Block \u2265 II (Mobitz)<\/li>\n<li>Blutdruck und Herzfrequenzabfall, v.a. w\u00e4hrend\/bis 15 Min. nach Infusionsende m\u00f6glich (h\u00e4ufiges BD-Monitoring!): Therapieabbruch unabh\u00e4ngig von Symptomen<\/li>\n<li>M\u00f6gliche EKG-Ver\u00e4nderungen: Sinus-Bradykardie\/-Pausen, SA-\/AV-\/Schenkel-Blockierungen, QRS-, QT-Intervall Verl\u00e4ngerungen<\/li>\n<li>Keine Dosisanpassung bei Nieren-\/Leberdysfunktion, \u00e4ltere Patienten<\/li>\n<li><strong>Rhythmus\u00fcberwachung<\/strong> \u00fcber 2 Std.<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Medikamente_zur_Rhythmuskontrolle\"><\/span>Medikamente zur Rhythmuskontrolle<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Keine_strukturelle_Herzerkrankung\"><\/span>Keine strukturelle Herzerkrankung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Betablocker<\/li>\n<li>Antiarrhythmika:\n<ul>\n<li>Flecainid (Tambocor) 2\u00d7 50\u2013150 mg po <strong>immer mit Betablocker kombinieren <\/strong>(Vorhofflimmern kann durch Flecainid in Vorhofflattern organisieren und 1:1 auf die Ventrikel \u00fcbergeleitet werden, was h\u00e4modynamisch h\u00e4ufig schlecht vertragen wird bzw. Kammerflimmern induzieren kann).<\/li>\n<li>Dronedarone (Multaq) 2\u00d7 400 mg po. Komplexes Interaktionspotential (NOAK, Digoxin, Calciumantagonisten): Interaktionscheck. KI: k\u00fcrzliche kardiale Dekompensation, NYHA III\/IV, CrCl &lt; 30ml\/min, QTc&gt;500ms<\/li>\n<li>Sotalol (Sotalex) 2\u00d7 80\u2013160 mg po (Cave: Torsades-de-pointes bei Hypokali\u00e4mie und QTc-Verl\u00e4ngerung, Niereninsuffizienz)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Strukturelle_Herzerkrankung\"><\/span>Strukturelle Herzerkrankung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Antiarrhythmika:\n<ul>\n<li>Amiodaron (Cordarone). Regelm\u00e4ssige Kontrolle der Leber- und Schilddr\u00fcsenwerte, optimaler UV Schutz<\/li>\n<li>Sotalol (Sotalex) 2\u00d7 80\u2013160 mg po (falls keine Herzinsuffizienz und keine Niereninsuffizienz vorhanden; <span class=\"loose\">Cave: erh\u00f6htes Risiko von Torsades-de-pointes bei Hypokali\u00e4mie und QTc-Verl\u00e4ngerung)<\/span><\/li>\n<li>Dronedaron (Multaq) 2\u00d7 400 mg po. Komplexes Interaktionspotential (NOAK, Digoxin, Calciumantagonisten): Interaktionscheck. KI: k\u00fcrzliche kardiale Dekompensation, NYHA III\/IV, CrCl &lt; 30ml\/min, QTc &gt; 500ms<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ablationsbehandlung_bei_Vorhofflimmern_mit_Rhythmologen_besprechen\"><\/span>Ablationsbehandlung bei Vorhofflimmern (mit Rhythmologen besprechen)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Pulmonalvenenisolation_PVI\"><\/span>Pulmonalvenenisolation (PVI)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Symptomatisches Vorhofflimmern oder Nebenwirkungen der Antiarrhythmika-Therapie, Tachykardie induzierte Kardiomyopathie, gewisse Patienten mit Herzinsuffizienz<\/li>\n<li>Grunds\u00e4tzlich bessere Erfolgsrate bei paroxysmalem VHF und je weniger strukturelle Herzerkrankung vorhanden<\/li>\n<li>Langzeiterfolg etwa 70\u201380%; 20\u201330% der Patienten ben\u00f6tigen aber Zweit- oder Drittinterventionen; Komplikationsrate insgesamt 2\u20133%: Leistenkomplikationen (H\u00e4matom, AV-Fistel, Pseudoaneurysma) 1\u20132%, Perikardtamponade 1-2%, Rest &lt; 1%: TIA\/Insult, Oesophagoatriale Fistel<a class=\"footnote\" title=\"Symptome Tage bis Wochen nach PVI: (bedingt durch Luftembolie, Mediastinitis) Fieber, Sepsis, Insult und Schluckbeschwerden. Hohe Letalit\u00e4t daher rasches Handeln: Computertomografie mit oralem und iv Kontrastmittel, KEINE Gastroskopie (Luftembolie!), Involvierung Rhythmologie, Chirurgie und Infektiologie:. N\u00fcchtern lassen, hochdosiert PPI, antibiotische Breitbandtherapie.\" id=\"return-footnote-133-1\" href=\"#footnote-133-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a>, Pulmonalvenenstenose<a class=\"footnote\" title=\"Symptome oft Monate nach PVI: Dyspnoe, Husten, H\u00e4moptysen, rez. Pulmonale Infekte.\" id=\"return-footnote-133-2\" href=\"#footnote-133-2\" aria-label=\"Footnote 2\"><sup class=\"footnote\">[2]<\/sup><\/a>&lt; 0.5%.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"AV-Knoten-Ablation_nach_vorgaengiger_Schrittmacherimplantation\"><\/span>AV-Knoten-Ablation nach vorg\u00e4ngiger Schrittmacherimplantation<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><span class=\"tight\">Nach Implantation eines Schrittmachers wird der AV-Knoten abladiert. Geeignet f\u00fcr \u00e4ltere <\/span>Patienten<span class=\"tight\"> mit Nebenwirkungen der Antiarrhythmika-Therapie oder mit Tachykardie-Bradykardie-Syndrom (frequenzsenkende Medikamente sollen tachykarde Episoden verhindern, f\u00fchren aber zu Bradykardien und AV-\u00dcberleitungsst\u00f6rungen)<\/span><\/li>\n<li>Vorteil: Effektive Frequenzkontrolle; Antiarrhythmika k\u00f6nnen abgesetzt werden<\/li>\n<li>Nachteil: Schrittmacherabh\u00e4ngigkeit, dyssynchrones Pacing im RV, deshalb bei EF &lt; 40% vor Knoten-Ablation CRT-Implantation n\u00f6tig<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Hybridtherapie\"><\/span>Hybridtherapie<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Darunter versteht man eine rechtsatriale Isthmusablation bei Vorhofflattern, wenn Vorhofflimmern unter medikament\u00f6ser Therapie zu einem Vorhofflattern organisiert<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Erhaltung_des_Sinusrhythmus_bei_VHF\"><\/span>Erhaltung des Sinusrhythmus bei VHF<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-132 size-full\" src=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249.jpg\" alt=\"\" width=\"2031\" height=\"2173\" srcset=\"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249.jpg 2031w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-280x300.jpg 280w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-957x1024.jpg 957w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-768x822.jpg 768w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-1436x1536.jpg 1436w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-1914x2048.jpg 1914w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-65x70.jpg 65w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-225x241.jpg 225w, https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-content\/uploads\/sites\/30\/2022\/09\/19_vorhofflimmern_600_s249-350x374.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 2031px) 100vw, 2031px\" \/><\/p>\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"QuellenLinks\"><\/span>Quellen\/Links<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<ul>\n<li>Hindricks G et al. 2020 ESC Guidelines for the diagnosis and management of atrial fibrillation. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/eurheartj\/ehaa612\">EHJ. 2021 Feb 1;42(5):373-498.<\/a><\/li>\n<li>Stiell I et al. CAEP Acute Atrial Fibrillation\/Flutter Best Practices Checklist. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s43678-021-00167-y\"><i>CJEM 2018;<\/i><i>20<\/i>(3):334-342<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Florian Franzeck, Prof. Dr. Peter Ammann,<br \/>\nDr. David Altmann, Dr. Dr. Roman Brenner, Dr. J\u00f6rg Scheler<\/p>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-133-1\">Symptome Tage bis Wochen nach PVI: (bedingt durch Luftembolie, Mediastinitis) Fieber, Sepsis, Insult und Schluckbeschwerden. Hohe Letalit\u00e4t daher rasches Handeln: Computertomografie mit oralem und iv Kontrastmittel, KEINE Gastroskopie (Luftembolie!), Involvierung Rhythmologie, Chirurgie und Infektiologie:. N\u00fcchtern lassen, hochdosiert PPI, antibiotische Breitbandtherapie. <a href=\"#return-footnote-133-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">&crarr;<\/a><\/li><li id=\"footnote-133-2\">Symptome oft Monate nach PVI: Dyspnoe, Husten, H\u00e4moptysen, rez. Pulmonale Infekte. <a href=\"#return-footnote-133-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">&crarr;<\/a><\/li><\/ol><\/div>","protected":false},"author":1,"menu_order":24,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["autorenteam-kantonsspital-st-gallen"],"pb_section_license":"cc-by"},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[54],"class_list":["post-133","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-autorenteam-kantonsspital-st-gallen","license-cc-by"],"part":20,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":73,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1576,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/133\/revisions\/1576"}],"part":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/20"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/133\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=133"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=133"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/pressbooks.delivros.ch\/kvmanual2023\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}